Letzte Ausfahrt Sauerland

Tragikomödie

Darsteller

Heiner Lauterbach, Friedrich von Thun, Emilio Moutaoukkil, Annika Kuhl, Jan Messutat

 

Musik

Jules Kalmbacher 

 

Kamera

Klaus Merkel

 

Buch

Markus B. Altmeyer

Mathias Lösel

 

Regie

Nikolai Müllerschön

 

Redaktion

Carolin Haasis

Sascha Schwingel

 

Produktion

Mathias Lösel

Iris Kiefer

 

Laufzeit: 89 Minuten


"Eine Tragikomödie wie diese ist eine Rarität im deutschen Unterhaltungsfernsehen."

(tittelbach.tv)

 

„Letzte Ausfahrt Sauerland gehört in diese Reihe herausragend geschriebener und großartig gespielter Tragikomödien (...) Die Dialoge sind ein Genuss."

(Frankfurter Rundschau)

 

"So heiter, fantasievoll und weltweise sah man schon lange kein tragikomisches Treiben im Fernsehen."

(Der Tagesspiegel)

(c) ARD Degeto / Frank Dicks

Knorrige Typen in malerischer Landschaft: Das sind die alten Freunde Horst und Johann, die sich vor vielen Jahren in die Einsamkeit des Sauerlands zurückgezogen haben. Am idyllischen Möhnesee betreibt das Duo einen kleinen Bootsverleih. Horst, ein galliger Menschenfeind erster Güte, schlägt allerdings lieber mit seiner Flinte Touristen in die Flucht, während Johann sich mit wechselnden Frauengeschichten über die Tristesse seines Alltags hinwegtröstet. Aber auch wenn die zwei sich angiften wie ein altes Paar, wissen sie doch insgeheim, was sie aneinander haben. Horsts geliebte Frau starb einst bei einem Autounfall. Der Kontakt zu seiner einzigen Tochter Lisa beschränkt sich seit Ewigkeiten auf eine Geburtstagskarte. Als diese zu seinem 66. Geburtstag ausbleibt, macht der mürrische Eigenbrötler sich auf einmal Sorgen und fährt aus der Provinz nach Frankfurt, um nach dem Rechten zu sehen. Dabei trifft er erstmals seinen Enkelsohn Elyas - allerdings sind der sarkastische Senior und der schlagfertige Teenager sich auf Anhieb herzlich unsympathisch. Schließlich realisiert Horst, dass er in eine Falle gelockt wurde: Lisa sorgt sich um die Gesundheit ihres Vaters und möchte ihn im Krankenhaus untersuchen lassen. Widerwillig lässt er sich darauf ein - und erhält eine niederschmetternde Diagnose. Als Horst klar wird, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, ruft er Johann zu Hilfe, türmt kurz entschlossen aus der Klinik - und mit Enkel Elyas im Schlepptau sind die beiden plötzlich in einem gestohlenen Leichenwagen auf der Flucht vor der Polizei und auf dem Weg zurück ins Sauerland. Aber der schwer kranke Horst will nicht einfach vor seinem Schicksal davonlaufen - er will versuchen, mit seinem Leben ins Reine zu kommen. So bricht das Trio zu einer ereignisreichen Reise an die Orte von Horsts Vergangenheit auf. Dabei wird immer deutlicher, dass sich hinter seiner antrainierten Eigenbrötler-Fassade vor allem die Trauer um seine geliebte Frau und seine verlorene Tochter verbirgt. Die Fahrt ins Sauerland bedeutet für Horst eine letzte Chance, die Dinge neu zu ordnen.


(c) ARD Degeto / Frank Dicks